Video zum historischen Kopfbahnhof Porto São Bento

Geschichte und Besonderheiten

Der Bahnhof Porto São Bento ist einer der bekanntesten Bahnhöfe Portugals und liegt im Herzen der Stadt Porto. Die Anlage wurde 1916 eröffnet und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Ausgangspunkt für den regionalen Bahnverkehr.

Aufbau und Nutzung

Es handelt sich um einen Kopfbahnhof. Alle Gleise enden direkt in der Station. Züge beginnen und beenden hier ihre Fahrt. Der Fokus liegt auf Verbindungen innerhalb der Region sowie auf nationalen Strecken.

Einzigartige Bahnhofshalle

Ein echtes Highlight ist die große Empfangshalle. Sie zählt zu den schönsten Bahnhofsräumen Europas. Die Wände sind mit rund 20.000 Azulejos-Fliesen gestaltet. Diese zeigen detailreiche Darstellungen aus der Geschichte und dem Alltag Portugals.

Die Kombination aus Architektur und Kunst macht den Bahnhof zu weit mehr als nur einem Verkehrspunkt. Viele Besucher kommen allein wegen der beeindruckenden Gestaltung der Halle.

Wichtige Fakten auf einen Blick

  • Eröffnung: 1916
  • Typ: Kopfbahnhof
  • Besonderheit: Historische Azulejos in der Empfangshalle

Der Bahnhof Porto São Bento verbindet Funktion und Kultur auf besondere Weise. Er ist Verkehrsknotenpunkt und Sehenswürdigkeit zugleich.

Am 19. April 2025 haben wir die einmalige Gelegenheit genutzt und die Großbaustelle S21 des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs besucht. Anlässlich der „Tage der offenen Baustelle 25“ öffnete Stuttgart 21 wieder seine Tore für die Öffentlichkeit. Wir wollten uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen um Euch von S21 zu berichten.

Natürlich hatten wir uns vorher online unsere kostenlosen Tickets reserviert. Die Anmeldung war schnell erledigt, und so konnten wir uns auf einen spannenden Einblick in eines der größten Infrastrukturprojekte Europas freuen.

Sicherlich ist Stuttgart 21 noch immer umstritten und nicht bei jedem trifft das Stuttgarter Großprojekt auf Zustimmung. Aber alle die da waren hatten an dem Projekt großes Interesse.

Als wir auf dem Gelände ankamen, war sofort ersichtlich wie weit der Bau mittlerweile fortgeschritten ist. Besonders beeindruckend war der neu errichtete Verteilersteg, über den wir direkt in die fast fertige Bahnsteighalle gelangten. Von dort aus hatten wir einen großartigen Blick auf die markanten Lichtaugen, die imposante südliche Gitterschale und die bereits verlegten Gleise. Sogar Oberleitungen, Treppenanlagen und die ersten Aufzüge waren schon installiert – es wurde richtig greifbar, wie der zukünftige Bahnhof einmal aussehen wird.

Wir durften auch auf den ITS (Info Turm Stuttgart). Von dort aus hatte man einen super Gesamtüberblick über die oberirdischen Teile von Stuttgart 21. Der Blick auf die riesigen Lichtaugen, die Gitterschale, das alte Bahnhofsgebäude mit Uhrturm ist von dort noch spektakulärer. Der Uhrenturm wird auch „Bonatzbau“ genannt. Benannt nach seinem Architekten Paul Bonatz.

Die Lichtaugen sowie die riesigen Säulen muten futuristisch und zukunftsweisend an. Der ganze Bahnhof hat etwas von Zukunftsfilm und einem Hauch vom nächsten Jahrhundert.

Neben dem Rundgang über das Gelände gab es viele spannende Stationen mit Informationen rund um die  Bahnprojekte Stuttgart 21, Stuttgart–Ulm, den Digitalen Knoten Stuttgart und das neue Rosenstein-Quartier. S21 Fachleute standen an zahlreichen Informationsständen zur Verfügung und beantworteten gerne die Fragen der Besucher, so dass wir uns ein umfassendes Bild vom Gesamtprojekt Stuttgart 21 machen konnten.

Für Familien mit Kindern war ebenfalls einiges geboten: Ein Bagger zum Mitfahren, ein S-Bahn-Simulator, ein Glücksrad, Manöver-Fahren mit kleinen Gabelstapelern, Ostereier suchen mit einem Quadrokopter-Simulator mit welchem man durch den neuen Bahnhof fliegen konnte und viele weitere Mitmachaktionen sorgten für viel Spaß bei den großen und klein Stuttgart 21 Gästen.

Die Organisation war hervorragend. Dank der vorherigen Online-Reservierung verlief alles entspannt und weitestgehend ohne Gedränge.

Insgesamt war der Besuch der Baustelle S21 für uns ein echtes Highlight. Es war faszinierend zu sehen, wie aus der Vision von Stuttgart 21 Schritt für Schritt Realität wird. Wir sind sehr gespannt, wie der neue Bahnhof Ende 2025 aussehen wird – und freuen uns, dann vielleicht mit einem der ersten Züge durch die neue Bahnsteighalle zu fahren.

 

Der Rasende Roland – Rügens historische Schmalspurbahn

Im April 2023 waren wir mit dem „Rasenden Roland“ auf Rügen unterwegs. Wir haben Euch davon einige Impressionen und Informationen zur Bahnstrecke und dem Zug mitgebracht.

Neben den Bildern haben wir für Euch auch noch ein Video zum Rasenden Roland erstellt.

Ein lebendiges Stück Eisenbahngeschichte

Die dampfende Schmalspurbahn „Rasender Roland“ ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel Rügen. Seit über 125 Jahren befördert sie Passagiere durch die malerische Landschaft der Ostseeinsel und verbindet historische Badeorte miteinander. Die Bahn verkehrt mit einer Spurweite von 750 mm und bietet ein nostalgisches Reiseerlebnis mit historischen Dampflokomotiven und Waggons.

Streckenführung und Länge

Die gesamte Strecke des Rasenden Rolands erstreckt sich über 24,1 Kilometer und verbindet die Orte Putbus, Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Die Fahrtzeit für die komplette Strecke beträgt etwa eine Stunde und 15 Minuten. Dabei schlängelt sich die Bahn mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 km/h durch Wälder, Wiesen und entlang der Küstenlinie und bringt ihre Fahrgäste entspannt ans Ziel.

Technische Details

  • Spurweite: 750 mm (Schmalspurbahn)
  • Streckenlänge: 24,1 km
  • Maximale Geschwindigkeit: 30 km/h
  • Betriebsmittel: Dampflokomotiven (teilweise Dieselersatz)
  • Bahnhöfe: Putbus, Binz, Sellin, Baabe, Göhren
  • Baujahr der ältesten Loks: um 1914

Folgende Loks kommen oder kamen auf der Strecke zum Einsatz:

  • Lok 99 4632-8 – Lenz-Typ M, Baujahr 1914
  • Lok 99 4633-6 – Lenz-Typ Mh, Baujahr 1925
  • Lok 99 4801-9 – KJI Nr. 20 und 21, Baujahr 1938
  • Lok 99 4802-7 – KJI Nr. 20 und 21, Baujahr 1938
  • Lok 99 1781-6 – DR-Baureihe 99.77–79, Baujahr 1953
  • Lok 99 1782-4 – DR-Baureihe 99.77–79, Baujahr 1953
  • Lok 99 1783-2 – DR-Baureihe 99.77–79, Baujahr 1953
  • Lok 99 1784-0 – DR-Baureihe 99.77–79, Baujahr 1953
  • Lok 99 4011-5 – Mansfeld AG Nr. 7, Baujahr 1939

Diese historischen Dampflokomotiven sorgen für das authentische Erlebnis auf der Rügenschen BäderBahn und versetzen die Fahrgäste in eine vergangene Eisenbahnepoche.

Historischer Hintergrund

Der Rasende Roland wurde 1895 in Betrieb genommen und diente ursprünglich als reguläres Verkehrsmittel für Einheimische und Touristen. Damals gehörte die Strecke zum Rügenschen Kleinbahnnetz, das eine bedeutende Rolle in der Erschließung der Insel spielte. Während des 20. Jahrhunderts erlebte die Bahn verschiedene Betreiberwechsel und Modernisierungen, blieb aber stets als Kulturgut erhalten.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernahm die Rügensche BäderBahn (RüBB) den Betrieb und setzte verstärkt auf den Erhalt der historischen Dampflokomotiven. Heute ist der Rasende Roland eine beliebte Touristenattraktion und bietet eine einmalige Gelegenheit, eine Zugfahrt aus einer vergangenen Ära zu erleben.

Nostalgie auf Schienen – Ein unvergessliches Erlebnis

Eine Fahrt mit dem Rasenden Roland ist weit mehr als nur eine Transportmöglichkeit – sie ist eine Reise in die Vergangenheit. Der gemächliche Rhythmus, das Fauchen der Dampflok und die vorbeiziehende Küstenlandschaft machen jede Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. Besonders empfehlenswert ist eine Fahrt im offenen Aussichtswagen an warmen Sommertagen, wenn der Duft von Meer und Wald in der Luft liegt.

Fazit

Wir sind auf Rügen gerne mit dem Rasenden Roland gefahren und es ist eine wirklich tolle Dampflokfahrt.
Somit wäre die Frage, ob sich eine Fahrt mir dem historischen Zug lohnt auch beantwortet.
Der Rasende Roland ist ein lebendiges Denkmal der Eisenbahngeschichte und eine der schönsten Attraktionen auf Rügen. Wer die Insel besucht, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mit dieser historischen Schmalspurbahn zu reisen. Ob Eisenbahnliebhaber, Nostalgiker oder einfach nur Urlauber – der Rasende Roland begeistert Jung und Alt gleichermaßen!